WortKlang & LiedGitarre - Workshops & Konzerte


Lieder aus dem Programm
VOR DEM LAND ZWISCHEN DEN MEEREN


BLAUER ABEND

Blauer Abend, Sternenhimmel, wie Diamanten auf blauem Samt
Blauer Abend, Funkelstädte, Schicksalswege kreuzen sich
Hat sich wirklich so viel verändert, in deinem halben Jahrhundert?
Das Leben teurer, die Lügen dreister, du etwas tiefer, etwas breiter

Blauer Abend, märchenhafte Wunderware aus Luzies Bude
Blauer Abend, blinde Fenster, stumme Rufe aus Gesichtern
Hat sich wirklich so viel verändert, in deinem halben Jahrhundert?
Alles verschwommen in Bilderfluten, vor und hinter den Augen

Blauer Abend, Saiten schwirren, Worte flirren, Gläser klirren
Blauer Abend, Herzensdamen, so entspannt und zauberhaft
Hat sich wirklich so viel verändert, in deinem halben Jahrhundert?
Was ist vergangen, was leichter geworden?
Wir sind uns nicht entkommen



RHEINSTADT

Ich komm aus der Rheinstadt
Der Rheinstadt Düsseldorf
Sprech ich auch kein Platt
Wenn's drauf ankommt kann ich's auch
Mein  Kiez war die Altstadt
Die Altstadt am Rhein in Düsseldorf
Die war unser Spielplatz
Und im Rhein wurd' ich getauft

Die Kö war unser Kino
Da sahen wir den Reichen zu
Schlugen Rad für 'nen Penny
Und lachten laut über den Schmu
Von greisen Schwulen
Die aus ihren Karossen
Um unsere Hintern buhlten

Weiße Schiffe am Sonntag
Kirmes, Karneval
Altweiberfastnacht
Und erster Sündenfall

Ich komm aus der Rheinstadt
Der Rheinstadt Düsseldorf
Köln war ganz weit fort
Weiter als New York
Doch ob man in Eller
Oder in Oberkassel wohnt
Das ist noch weiter
Als von der Erde bis zum Mond

Ich komm aus der Rheinstadt
Der Rheinstadt Düsseldorf
Und trieb ich zu weit ab
Von mir und meinem Pfad
Ging ich den Rhein ab
Bis er mir Antwort gab

Manchmal gehts mir wie Heine
Der ja auch nicht blieb
Er liebte die Eine
Und Hamburg und Paris





CLEOPATRA

In ihren Träumen brennt die Sonne nur für sie
Während sie Preise klebt, im Supermarkt, bei Neonlicht
Ihr Blick ist das Feuer, das den Tiger kuschen lässt
Ihre Stimme ist die Kälte, die den Mut der Männer frisst
Und sie wartet auf Halbsieben, streift den Kittel müde ab
Der Tag war ihr zu lang, schnell geht sie die Straße hinab
In ihrem Zimmer angekommen, hört sie das Husten im Heizungsrohr
Vom Nachbarn, der spuckt und keucht
Und sie sucht den Faden des Traums hervor

Und sie träumt vom Nil und Afrika
Und sie träumt von der Sphinx und Cleopatra

Sie macht sich für ihn fertig, wäscht noch einmal ihren Schoß
In einer Wolke von Flieder geht sie dann los
Zu ihrem Krieger, der auf dem Schrottplatz wohnt
Zwischen Öl, Schmier und Rost wie ein König thront
Sie küsst Ihren Pharao, vergisst das Einerlei
Wenn sie sich lieben ist sie heilig und frei

Und sie träumt vom Nil und Afrika
Und so um Mitternacht ist sie Cleopatra



HOCHZEIT

Ich kam an den Bach
Und träumte vom Fluss
Ich kam an den Fluss
Und träumte vom Meer

Ich kam an das Meer
Und träumte davon
Wo der Himmel sich trifft
Mit dem Ozean

Ich sah deinen Mund
Und träumte vom Kuss
Ich bekam deinen Kuss
Und träumte dich nackt

Ich kam in deinen Schoß
Und glitt da hin
Wo der Himmel sich trifft
Mit dem Ozean



JAN

 Sommer flutet gleißend durchs Revier
Auf Halden sprießt Grünzeug und Getier
Und manche zeigen manches her
Was besser verborgen geblieben wär'

Und wenn die Sonne ziemlich spät
Hinterm Förderturm versinkt
Die Schwüle doch nicht geht
In Häusern und an Menschen klebt

Und wenn es Freitagabend ist
Sind Karawanen auf dem Weg
Schleppen sich den Hügel rauf
Der Tempel macht die Türen auf

Frikadellen, Schnaps und Bier
Warten kalt auf die Gier
Der bunten Pilgerschar
Und der Mond sitzt auch schon da
Wartet auf Jan

Man sieht viel junges Volk
Ein paar Alte auch dabei
Lasst euch die Verzückung nicht entgeh'n
Sagt die Vorstadtkönigin

Streicht im Portal die Gaben ein
Und ihr muss gehuldigt sein
Und aus ihrem Rock gekrochen
Kommen Spielleut', Musikanten

Dann wird aufgespielt
Die Wartezeit gefüllt
Man hört und sieht sich alles an
Augen schleichen Augen an
Beim Warten auf Jan

Manchmal kommt er, manchmal nicht
Doch, wenn er dann den Saal betritt
Dann ist da ein anderes Licht
Dann ist da ein andres Licht

Dann schäumen und schwellen
Die vertrockneten Quellen
Sogar die ganz Abgebrühten
Können sich fühlen

Und die Schönste der Schönen
Von den Rosen, die hier
Auf Abraumhalden blühen
Gibt sich ungerührt
Während das Verlangen glüht
Das Verlangen in ihr
Nach Jan





DER GEMACHTE MANN

Der Weg war nicht so schwer, viel musste er nicht tun
Und nun ist er ein gemachter Mann
Ist schon ne Weile her, da musste er noch Klinken putzen
Und vor mancher Polstertür manchen Kratzfuß machen


Eins hatte er schon immer gewusst:
Es kommt nicht drauf an, was du kannst
Es kommt nur drauf an wen du kennst;
Und zu welchem Kreis du gehörst

Er wollte immer nach vorn, er wollte immer nach Oben
Er wollte immer Erfolg, um jeden Preis
Die Erfolgsstrategen machten aus ihm einen Typen
In dem viele sich finden, dem sie alles abnehmen


Er lernte zu sagen, was alle sagten
Dabei noch den Eindruck zu wahren; als wäre er ein Original


In seinen Kreisen ist man gewohnt immer so zu tun: als ob
So, dass keiner was merkt, noch nichtmal man selbst
Nun besitzt er eine der Villen in den südlichen Gefilden
Auf Sylt ein Häuschen; Wohnung in Köln und in München
Im Radio ist er ständig zu hören, im Fernsehen ständig zu sehen
Auch beim Zeitunglesen kann man ihm ständig begegnen


So als Typ: Mann von Nebenan, mit den gleichen Sorgen
Den gleichen Gedanken, die so viele haben
Und er weiß genau wie diese, was gut ist und was böse
Mit allem meint er es gut, ja Gesinnung tut not


Ja, so ist er: der Gemachte Mann ...




DOROTHEENSTRASSE

Dorotheenstraße
wo noch das alte
Schwimmbad in Betrieb
Lachen und Rufe


Dorotheenstraße
und ich besuche
sie das esrste Mal
die große Blonde


Dorotheenstraße
im Wohnungsflure
grüßen lebensgroße
Porträts von ihr


Dorotheenstraße
in Rock und Hose
in jeder Pose
an jeder Wand und Tür


Dorotheestraße
gebannt von der Parade
fält mir die rote
Rose aus der Hand


Dorotheenstraße
ich dreh und seh mich um
mir ist, als schauten
mich alle lächelnd an


Dorotheenstraße
mich trifft fast der Schlag
als sie aus einem Rahmen
steigt und mich umarmt


Dorotheenstraße
aus einem Nebenzimmer
komt ein Nero ohne Harfe
das ist ihr Künstler

Dorotheenstraße
einen Maler hat sie schon
und einen Fotografen
in ihrem Tempel an der


Dorotheenstraße
wo ihr ein Sänger fehlt
der noch manche Ode
an sie schreibt und singt





MAGABAS

Wir fuhren ins Land der Athene
Wir Bleichgesichter und Nordlichter
Abends auf der Terrasse der Taverne
Pflückten wir zu Abendessen
Zitronen von den Bäumen

Elwi, Wirtstochter, kleine Helene
Zählte singend Blütenblätter ab
Traf das Thema unsrer Reise
Stellte die Frage für uns

Ma ga bas, il le ma ga bas

Auf dem Platz vor der Kirche
Nach Tageshitze und Abendmasse
Bewarfen sich Jungen und Mädchen
Mit Sätzen und Blicken
In denen immer nur eine Frage war

Ma ga bas, il le ma ga bas

Nach drei Wochen fuhren
Wir wieder in den Norden
Wo Stahlwerke starben
Und unsre Illusionen


Ein Paar blieb zusammen
Die anderen gingen weiter suchen
Und weiter fragen


Ma ga bas, il le ma ga bas




NIEDERRHEIN

Trübe wälzt der Strom sich dem Meer entgegen
Krank und alt, kaum noch am Leben
Aus den Bergen des Südens geboren
Ist seine Jugend hier schon lang verloren
An seinen Ufern sitzt manche Stadt
Füttert ihn mit Dreck, frisst sich an ihm satt
Fabriken geben ihm den Rest
Ein Fischer wirft ein letztes Netz


Schiffe und Kähne befahren ihn noch
Strom herauf, Strom herab
Sonntags jagen über seine Fluten
Freizeitkapitäne auf Motorbooten
Im Sommer liegen an seinen Ufern
Gebliebene, die nach Meer und Sonne hungern
Lassen sich auch nicht vom Kot vertreiben
Der Schafe, die hier weiden


Die Lebensmüden, die von den Brücken springen
Um in seinen Strudeln ein Ende zu finden
Zum Schwimmen geht hier keiner mehr rein
Stumm klagend trägt er seine Pein
Im flachen Land am Niederrhein


Sein Land der Pappeln- und Weiden- Alleen
Durch die in Nebeln Nibelungen ziehn
Durch die Reisende schneller gehn
Um der Trübsal zu entfliehn
Wenn der Himmel tiefer hängt
Wenn die Wolken dichter sind
Wenn der Wind nur noch von Nordwest kommt
Wenn der Regengott hier wohnt


Verregnete Wege, schwermütige Bäume
Wie Totensonntag so öde und bigottes Geläute
Schatten und Stimmen in Nebelwänden
An Wegesrändern in Novembern
So nah in weiten Junihimmeln
Die Wolken, als könnt man in sie springen
Tränen lachen mit den Engeln
Witze weinen, nach Holland segeln
Im platten Land am Niederrhein




DURCH DIE ZEITEN

Die Meere des Nordens, die Meere des Südens
Wollte ich einmal alle sehn
Ihre Winde riechen und spüren
Und schwimmen darin

Ich sehe schon ein Zeichen
Scheinen von Ost bis West
Und gehe durch die Zeiten
Bis man mich entlässt

Straßen voll Sorgen, Straßen voll Kriege
Mehr ist kaum zu sehn
Ich hoffe, es wird mir noch beschieden
Dass ich lächeln kann, im Gehen

Ich sehe schon ein Zeichen
Scheinen von Ost bis West
Und gehe durch die Zeiten
Bis man mich entlässt

Und es gab so viel Geschenke
Sonnenschein und Frühlingswind
Haut an Haut verbrachte Nächte
Und ein Lied vom Glück

Ich sehe schon ein Zeichen
Scheinen, von Ost bis West
Und ich gehe durch die Zeiten
Bis man mich entlässt




ES GEHT IMMER WEITER

Werd nicht träg, bleib nicht stehn
Du weißt, wie die Tage vergehn
Schau ruhig vor und zurück
Hier wie dort: Schmerzen und Glück
Mach dir ein Loch in den Zaun
Da ist noch ein anerer Raum

Es geht immer weiter
Es geht immer weiter
Immer wieder weiter
Irgendwohin

Jeder hat sein andres Ziel
Jeder spielt sein andres Spiel
Will zur Sonne, die er sieht
Bis er merkt, dass es nicht nur eine gibt
Dann ist da wieder eine Frage
Dereb Antwort neue Frage ist


Es geht immer weiter
Es geht immer weiter
Immer wieder weiter
Irgendwohin


Heute singe ich
Ein Lied für dich, ein Lied für dich
Jederzeit suche ich
Ein Lied für dich, für dich und mich
Ein Lied aus Sonne und Regen
Das neue Früchte bringt


Es geht immer weiter
Es geht immer weiter
Immer wieder weiter
Irgendwohin



AM KAI

Die Straße funkelt, die Straße brodelt
In ihrem Dunst neues Schicksal aus
Ich geh zum Hafen, der am Rand versteckt
Hinter Lagerhallen im Schatten liegt

Dedamda dedede damda dedede damda de du
Dedeanda dedede damda dedede damda de du


Und seh' das Schiff, das ich schon sah
Nachts im Traum, der Name stimmt
Da ist auch der Schiffer, er winkt mir zu
Mit einem Lächeln, mit einem Blick


Dedamada ...

Schiffer nimm mich mit, ich komm an Bord
Schiffer nimm mich mit, ich muss hier fort
Schiffer nimm mich mit, auf deiner Fahrt
Schiffer nimm mich mit, auf meine Fahrt


Dedamda ...




LEINEN LOS

Die Leinen los, stoß ab das Boot
Leicht wie Luft, wie Wolkenzug
Fährt das Boot durch die Haut
Des tiefen Meers, der finsteren Nacht

Ring aus Nebel um die Insel
Der schwarze Mond befiehlt den Schlaf
Versteckte Riffe, versunkene Schiffe
Am Strand die Reste der Beutezüge

Im Sonnengold sieht's wieder aus
Wie Himmelsstrand, wie gelobtes Land
Seine Augen sahen mehr als genug
Mehr, als du jemals sehen wolltst

Die Leinen los, stoß ab das Boot
Leicht wie Luft, wie Wolkenzug
Fährt das Boot durch die Haut
Des tiefen Meers, de finsteren Nacht




LASSE

Lasse alles über Bord, den ganzen Ballast
Der sich angesammelt hat und dir Tiefgang gab
Fang was neues ein, fang was neues an
Lass den Wind herein, es ist nichts vertan

Lasse über Bord den alten Schatz
Er gab dir Halt und war dir Last
Fang was neues ein, fang was neues an
Lass den Wind herein, es ist nichts vertan

Streue alles in die Flut und winke ihm nach
Aus den Tiefen steigt es auf, wenn du es brauchst
Fang was neues ein, fang was neues an
Lass den Wind herein, es ist nichts vertan

Es war alles gut in seiner Zeit
Nun lass es los, dass es dir bleibt
Fang was neues ein, fang was neues an
Lass den Wind herein, es ist nichts vertan

Es stimmte in jedem Wort, in jedem Ton
Nun ist es alt und kann ruhn
Fang was neues ein, fang was neues an
Lass den Wind herein, es ist nichts vertan


VOR DEM LAND ZWISCHEN DEN MEEREN

Vor dem Land zwischen den Meeren
Auf dem Rand zwischen den Sphären
Vor Hamburg der Gezierten
Vor Lübeck der Glasierten
Ausgebrannt hier angetrieben
Aschensand zwischen den Zähnen

Vor dem Land zwischen den Meeren
Auf dem Rand zwischen den Sphären
Wandern Wind und Wolken
Das Heimweh ist verklungen
An der Elbe, an den Deichen
An den Schleusen, an den Weiden

Vor dem Land zwischen den Meeren
Auf dem Rand zwischen den Sphären
Abendlieder summt die Geest
Vom Kehrwieder, ewiglich
Es ist der Sänger, nicht das Lied
Es ist der Seher, nicht das Bild

Vor dem Land zwischen den Meeren
Auf dem Rand zwischen den Sphären
Vor Hamburg der Gezierten
Vor Lübeck der Glasierten
Abendlieder summt die Geest
Vom Kehrwieder, ewiglich




EINE STUNDE BIS ZUM MEER

Er kam in ihre Stadt
Und war ein stiller Gast
Un ihrem großen Haus
Und sie weiß
Die Zeit war lang
Bis so einer kam

Eine Stunde bis zum Meer
Sagte er zu ihr
Eine Stunde bis zum Meer
Kommen Sie mit mir?

Grau war der Tag
Und grau das Meer
Aber nicht für sie
Einmal im Leben
Am Meer gewesen
Sind alle Lieben

Eine Stunde bis zum Meer
Sagte er zu ihr
Eine Stunde bis zum Meer
Kommen Sie mit mir

Nun geht er bald
Die Frist läuft ab
Ohne Bleiben, ohne Halt
Und sie weiß
Die Zeit wird lang
Bis so einer kommt

Eine Stunde bis zum Meer
Sie steht am Strand
Eine Stunde bis zum Meer
Sie spürt seine Hand


SOMMER

Abendsonne im Gesicht
Wellenglitzern im Abendlicht
Zwischen den Zehen spürst du Sand
Warmer Wind streichelt das Land

Sand in den Ohren, Sand in den Haaren
Sand in den Hosen, Sand in den Schuhen
Pötte schweben am Meeresrand
Segel leuchten im Sonnenglanz


Wellen singen, Möwen schrein
Glut im Horizont
Färbt den Strand orange
Leiser Wind streichelt das Land

Sand in den Ohren, Sand in den Haaren
Sand in den Hosen, Sand in den Schuhen
Pötte schweben am Meeresrand
Segel leuchten im Sonnenglanz


HOTEL VIERJAHRESZEITEN

Ins Hotel Vierjahreszeiten
War ich eingeladen
Einem Kreis von feinen Leuten
 Meine Lieder vorzutragen
In der Binnenalster glänzten die Lichter
Gleißten Hamburgs Spiegelbilder


Sekt im Salon, Feuer im Kamin
Diner im Restaurant, Kaffee im Separee
Dir dunkle Königin und ihre Schranzen
Gossen sich aus und in meine Balladen


Der Oberkellner: ein großer Künstler
Artist und Clown; Zirkusdirektor
Am Prinzgemahl verstand ich den Spruch
Verstand ich den Spruch vom Blauen Blut


Ein Texaner erzählte Witze
 Witze aus der letzten Ritze
Die Texanerbraut ging zum Weinen
In die marmornen Toiletenräume
Die Königin und ihre Damen
Wären gern ein Lied von mir geworden


Der Morgen war noch schwarz
Schwarzblau wie die Nacht
Da ging ich raus aus diesem noblen Haus
Als ginge ich hier immer ein und aus
Mit feinen Leuten im Vierjahreszeiten


FREIBEUTER

Ich war einmal ein Freibeuter
Und du meine Königin
Brachte dir viel Schätze her
Von Schiffen, die nie mehr gesehn


Die liegen auf dem Meeresgrund
Mit Mann und Maus und Hund
Die schönsten Mädchen und Knaben
Schenkte ich dir als Sklaven


Ich war einmal ein Freibeuter
Und ich sah dich schwer und leer
Da nahm ich dich gefangen
Die Schätze gab ich den Sklaven


Ich war einmal ein Freibeuter
Und ich nahm dich mit aufs Meer
Zu einem fremden Hafen
Einer Insel ohne Namen




TIPI SONG

Möwen taumeln über Wellen
An den Landungsbrücken
Schön, dich hier zu treffen
Was wurde aus deinen Plänen?

Wie war es in Amerika
Ist es dir gelungen
Indianern bei zu bringen
Im Tipi zu wohnen?

Morgen willst du fahren
Kannst noch einen brauchen
Das Wikingerboot
Ist klar gemacht

Bist du dann bei den Sioux
Grüß die Schwestern und Brüder
Schick mir ne Wolke rüber
Die aussieht wie du

Wirf diese Kräuter
Dazu ins Feuer
In deinem Tipi
Irgendwo in der Prärie



VERIRRT

Die Osterzeit wirft mit blauen Bändern
Vorfrühlingslüfte in die Idyllen
Der Eigenheimgebiete an Großstadträndern
Aus Bausparverträgen und Hypotheken

An den Büschen in den Vorgärten
Bunte Sträuße aus Plastikeiern
Vor abweisenden Sicherheitstüren
Mit Salzteignamensschildern

Kinder spielen auf sauberen Straßen
Jungfamilien drehn ihre Runden
Du hast dich ganz schön verfahren
Dir fällt nicht ein, hier wen zu fragen

Du kommst die vor wie in einer Szene
Aus einem dieser Ami-Filme
Wo alles so ruhig und friedlich ist
Bevor das Grauen aus den Schatten bricht


Bevor die Invasion beginnt
Von ungeheuren Monstern
Käme da jetzt ein grauenhaftes Biest
Würde dich das gar nicht wundern

Die Apfelbaumblüten am Straßenrand
Tanzen und leuchten im Abendwind
Die Blätter de Birken, so fein und so hell
Winken dem Reisenden nach




STRAßENSÄNGER

                                 Straßensänger in der Fußgängerzone
Spätsommertag in Bergedorf
Blecherne Stimme, schnarrende Gitarre
Prophetenverse, Zeltstadtfolklore
Gitarre bunt bemalt, bunt wie die Kleider
Alles an im sieht aus wie die Aussteiger
Aus den 70er Jahren, mit verhanften Haaren
Durchblickermiene unter Rastamütze


Singt den Traum vom Paradies
Ohne Arbeit, ohne Krieg
Ohne Macht und Geld
Nur Wollust ohne End'
Und ist so stolz auf seine Weisheit
Und ist so stolz auf sein Geschick
Auserwählt von Himmelsmächten
Wahrer Mensch unter den Menschen


Zur gleichen Zeit, gar nicht weit
Ein paar Jungs aus dem Morgenland
Haben Großes vor, fliegen nach Amerika
Gebete murmelnd, Traum in den Augen


Den Traum vom Paradies
Ohne Arbeit, ohne Krieg
Ohne Macht und Geld
Nur Wollust ohne End'
Und sind so stolz auf ihre Weisheit
Und sind so stolz auf ihr Geschick
Auserwählt von Himmelsmächten
Wahre Menschen unter den Menschen





LENZWIND

Edelfrauen, Edelwagen
Herrenhäuser, Parkanlagen
Kränze an den Türen
Wie auf Särgen
Rassehunde ohne Zahl
Kinder erster Wahl

Lenzwind weh', vertreib die Kälte
Die da auf den Dächern sitzt
Lenzwind weh' vertreib den Regen
Er wird noch anderswo gebraucht

Lenzwind weh' hauch Leben ein
In die Elfen im Hain, in die Engel im Stein
Lenzwind weh', bring die Musik
Vom großen Pan zu uns zurück




MONDGEFÜHLE IN AUMÜHLE

Mondgefühle in Aumühle
In der Schwüle des August

Freifrau von Blattlaus
Zieht ihren Frack aus
Macht ne Runde Aerobic
Für die Erotik

Mondgefühle in Aumühle
In der Schwüle des August

Freiherr von Blattschuss
Macht sich nen Aufguss
Aus seinem Schnapsschrank
Und zieht den Hahn blank

Mondgefühle in Aumühle
In der Schwüle des August

Lisa auf der Couch
Nackt auf dem Bauch
Weiß und rund wie der Mond
Leuchtet ihr Hintern
Ins Sommernachtflimmern

Mondgefühle in Aumühle
In der Schwüle des August



IM GARTEN

Jana tanzt Flamenco, Lene kopft den Stein
Robert knipst die Wolken, Willi legt Gemüse ein
Gitarren spannen Bilder in das Septemberwetter
Darin, wie Schmetterlinge, Silberflötentöne
An der Tischtennisplatte gewinnt jede Spiel
Jan mit dem Gipsbein, der sonst immer verliert

Kinder bauen ihr Baumhaus, Friedrich übt den Seiltanz
Die Katzen üben mit, sie wissen wie es geht
Theo macht das Essen, die Hunde auf den Fersen
Rike streichelt Congas, Gold schwimmt auf dem Bach
Marina schwitzt und schnitzt aus einem Baumstamm einen Totempfahl
Sie war lange in der Klinik, jetzt ist sie wieder da

Im Pavillon schreiben drei ein Buch gegen die Flut
Geschichtslos ist Gesichtslos steht drin und drauf
Allmählich wird es dunkel, Treffen am großen Tisch
Unter der Elfenampel des Monds, der feierlich
Diesen Garten hier besucht, bedauert, dass er weiter muss
Noch ein Weilchen kann er bleiben, dann langsam weiter schweifen

Nachbarn wälzen sich in Träumen
Die die Sehnsucht ihnen schickt
Morgens Rasenmähen
Abends zappeln sie im Netz

          


FREITAGVOGEL

Freitagvogel flieg heut aus
Nimm die Woche mit hinaus
Male mir aus reinem Weingold
Einen Samstag auf die Hauswand


Freitagvogel bring nen Kuss
Der Frau in Schwarz, im Friedhofsbus
Klau ne Rose im Garten Bonz
Leg sie sachte in ihren Schoß


Freitagvogel flieg zur Liebsten
Reib den Schnabel an ihren Füßen
Breit die Flügel über sie
Und dann kitzel sie am Knie


Freitagvogel bring Lieder mit
Frisch gepflückt vom Himmelsbeet
Tauch den Schnabel in Sternenlicht
Wasch dem Zufall das Gesicht




NACHTFARBEN

Ich hör die Züge rollen
Von Hamburg nach Berlin
Sehe in Nachtfarben
Einen Wolfsmond ziehn


Wir sind Stimmen vor einem Fenster
Wir sind Türen zu einem Zimmer
Wir sind angelesene Bücher
Und ferne Frühlinglieder


Mit dir zu reden ist wie nach Hause kommen
Mit dir zu lachen ist wie Zuhause sein
Das Unglück ändert seine Namen
Kehrt manchmal als Glück wieder ein

Wir sind Augenblicke im Vorübergehn
Wir sind Ungeschicke, die sich selbst geschehn
Wir sind Gefühle, die kommen, Gefühle, die gehen
Wir sind Erinnerungen, die sich wieder sehn


Mit dir zu reden ...

Wir sind Wind in Mühlen, wir sind Spuren in Dünen
Wir sind Landschaft in Blicken aus fahrenden Zügen
Ich hör die Züge rollen, von Hamburg nach Berlin
Sehe in Nachtfarben einen Wolfsmond ziehn

Mit dir zu reden ..



FÄHRHAUS

Ein Fährhaus an einem Strom
Sah ich in einem Traum
Wo wir uns trafen
Das wir bezogen
Das wir bezogen
Das wir entstaubten
Mit unserem Lachen
Das wir besangen
Betanzten und bemalten

Die Gräber im Garten
Bepflanzten wir mit Blumen
Jedes hatte einen Namen
Der Erinnerungen
Wir kannten uns schon lang
Hatten nie eine Adresse
Nur dann und wann
Kreuzten sich unsere Wege

Nie hatten wir Angst
Uns gänzlich zu verlieren
Haben immer geahnt
Dass wir uns wieder finden
Ein Fährhaus an einem Strom
Sah ich in einem Traum
Freunde und Fremde
Kamen mit der Fähre




INSELN IN DER FLUT

Sie sind Insel in der Flut
In der sie selber voreinst trieben
Hüten Feuer in der Nacht
Sprechen mit den Sternen

Dass die zu ihnen finden
Die sich nicht aufgegeben
Die sich aus dem Bann gerissen
Von Neptun und seinen Nixen

Sie sind Zauberer und Hexen
Geprüft durch Feuer, Eis und Regen
Genesen von den Giften
Aus Kesseln der Teufelsküchen

Sie kennen die Umnachtung
Derer, die sich für erleuchtet halten
Sind ohne Verachtung
Aller Gestalten

Sie sind Felsen in der Brandung
Warme Kate und auch Leuchtturm
Das Zeitlose in den Augen
Den Seewind in den Haaren

Schön wie Diamanten
Im Tanz von Licht und Schatten
Funkelnde Juwelen
An Geisterhänden



AUF DEM STROM

Wenn ich bei gutem Winde
Meine Segel setze
Auf dem Zeitstrom segle
Bis zu jener Stelle
Wo der sich so viel entschied
Für den Rest des Wegs

Wenn ich dann anlege
In der kleinen Bucht
Am Strand kampiere
Nichts mehr brauch
Nichts zu trinken, nichts zu essen
Und auch keine Zigaretten

Fällt alles zusammen
Löst sich alles auf
Die Jahre und Stunden
Sind nur noch ein Tag
Gesichter in den Fluten
Schäumen auf und treiben ab

Wenn ich in der Stille
Deine Stimme wieder höre
Dich auf einer Welle
Wieder vor mir sehe
Fallen schwarze Rosen
Aus meinem Herzen in den Sand

Dann geht in meinem Rücken
Die Sonne wieder auf
Ich kann wieder singen
Fahre aus der Bucht
Der Strom zieht mich hin
In den Hafen, wo ich jetzt bin

Wind in den Weiden
Ein Lied vom tiefen Land
Wind in den Weiden
Ein Spielmann am Himmelstor


BAHNHOF DAMMTOR

Bahnhof Dammtor nach dem Kino
Und die Nachtuhr stand noch nie so

Jens der Schlenz, wie er glänzt
Wie ein Speck unterm Gepäck
Der Edelfrau im Abendblau

Bahnhof Dammtor, auch ein Kino
Und der Merkur stand noch nie so

Wie sie schreitet, wie sie gleitet
Ihm vorschwebt, Jens hält Schritt
Ihr Genick fest im Blick

Bahnhof Dammtor, Bahnhofskino
Und die Venus stand noch nie so

Jens der Stenz, noch ist Lenz
Doch er sieht aus, als käme er grad'
Aus dem Urwald im Dschungelbuch

Bahnhof Dammtor, Bahnhofskino
Auf zur Nachtbar Paradiso



REGENSOMMER

Weißgraue Pferde, weißgrauer Himmel
Weißgraue Kühe, weißgraue See
Schwalben segeln tief durchs Gelände
Weißgraue Damen im Strandcafe

Regensommer, Sommerregen
Von Graubünden bis Norwegen
Regensommer, Sommerregen
Wer sitzt schon gern auf nassen Stühlen

Der Hafen schläft, der Leuchtturm blinkt
Auf dem Meer scheint alles leer
Kein Schiff in Sicht. nur Hafenlicht
Möwen streunen durch das Bild

Regensommer ...

Elfie Langhemd steht und träumt
Lothar Maulheld raucht nen Joint
Leuchtturmwärter wär er gern
Und sie Leuchtturmwärterin

Regensommer ...




NICHTS WAR SO KOSTBAR

Nichts war so kostbar
Wie die Stunden mit dir
Das weiß man manchmal
Erst hinterher
Weiß nicht, wie es für dich war
Ähnlich vielleicht
Weiß nur, wie es für mich war
Ich fühlte mich reich

Nichts war so kostbar
Wie die Stunden mit dir
Das weiß man manchmal
Erst hinterher
Unsere Gespräche, unsere Lieder
Unsere kleinen Abenteuer
Die wir bestanden
Die uns verbanden

Manchmal macht es das Herz leicht
Abschied zu nehmen
Manchmal macht es das Hirn frei
Endlich zu gehen
Ich ging in die Fremde
Wenn ich von dir ging
In abgestandene Exile
Trist und bequem

Nichts war so kostbar ...




AUSGANG


Die Straßen sind gewaschen
Die Häuser frisch geföhnt
In den Hosentaschen
Klimpert neues Geld

Wie wiedergeborene Götter
Entsteigen sie dem Meerschaumbad
Putzen sich ein paar Wörter
Streichen ihre Träume glatt

Steigen in die S-Bahn
Wie in den Orient-Express
Lesen jedem Fahrgast
Eine Geschichte ins Gesicht

Auch Gott geht heute aus
Macht sich einen schönen Tag
Nimmt ein Bad im Kattegatt
Kommt feuerrot die Elbe rauf

Trifft auf der Reeperbahn
Maria und Magdalena
Und auch seinen Sohn
Als Hinz- und Kunzt - Verkäufer

Geht Samba tanzen
In Planten und Blomen
Und auf den Rathausstufen
Sieht man ihn Casablanca gucken


SONNTAGSAUSFLUG

Schöner grauer Sonntag, die Betriebe ruhn
Das könnten sie von mir aus auch mal länger tun

Manchmal muss ich hier raus, aus Zimmer, Wohnung, Haus
Manchmal muss ich hier fort, aus dieser Straße, diesem Ort
Ganz unspektkulär - vielleicht langweilig
Geh und fahr ich hin und her; habe es selten eilig

Die Elbe ist schon wieder übergelaufen
Sonntagsspazierer gehn sich andre Wege suchen
Einkaufstüten schaukeln in den Wellen
Wassertänze mit Bojen und Enten

Schäner grauer Sonntag, die Betriebe ruhn
Das könnten sie von mir aus auch mal länger tun

Grünliche Wasser an stummen Kanälen
Boote tuckern vorbei an stillen Kähnen
Die Dörfer, durch die ich komme, sehen aus wie stillgelegt
Sonntagsruhe - hoffnungsvoll und trügerisch

Häuser, Läden stehen leer und es werden immer mehr
Überall das gleiche Bild, wo du fährst und gehst
Da bei der Tanke an der Waschanlage
Zimmerleute auf der Walze - sehen aus wie ne Trachtengruppe

Schöner grauer Sonntag ...

Fahr zum Asbschluss dieser Tour zu der Imbissbude
In der ich früher gerne war, les die MoPo, trink ne Schorle
Hier wird nicht mehr geraucht, ansonsten alles unsichtbar
Was mich früher hierhin zog und auch verzichtbar

Öde Stunden, öde Orte, öde Straßen, öde Tage
Davon gibts auch hier mehr als genug
Mancher stellt sich manchmal die Frage
Was ihn eigentlich hierhin verschlug

Schöner grauer Sonntag, die Betriebe ruhn
Das könnten sie von mirr aus auch mal länger tun

Abendstädte
Die mit den Sternen
Um die Wette funkeln
Manche Schönheit
Sieht man nur im Dunkeln


WILTRUD

Wiltrud, mit dem Drachen auf der Schulter
Den Runen auf dem Hüftenspeck
Den weinenden Kindern, dem endlosen Gepäck
Wie schön, dass du so viele Probleme hast
Dann gehen dir nie die Themen aus

Da ist dein Clown, du hast ihn bestellt
Geliefert: "Frei Haus" oder auch: "Frei Zelt"

Wiltrud, mit der Spinne auf dem Bauch
Dem Nadelschmuck in Nase, Kopf und Mund
Den Schlangen auf den Armen
Dem Geweih über den Pobacken
Den Kettchen an den Füßen
Den Ringen an den Zehen

Da ist dein Clown ...

Wiltrud, ja, er ist viel zu feige
Um dien Held zu sein
Für deine zerbrochene Geige
Fehlt ihm der passende Leim
Den wirds auch niemals geben
Sonst müsstest du ja auch darauf spielen

Da ist dein Clown ...

Wiltrud, der Alltag ist ein Haifisch
Er frisst alles leer
Wenn man sich nicht in acht nimmt
Die Schwärme nicht meidet und zu engen Verkehr
Wieviel Nudeln sind ein Leben?
Wieviel Soßen gehen daneben?

Da ist dein Clown ...


ROTER TEDDYBÄR

Roter Teddybär
Wie kommst du hierher?

Warf dich jemand fort
Warf dich jemand über Bord
Vo einem dieser Schiffe
Die den Strom durchwühlen
Warf dich jemand ins Wasser
Von einem fernen Ufer
Hat dich jemand vermisst
Hat dich jemand beweint?

Roter Teddybär
Wie kommst du hierher?
Oder warst du ganz egal
In einer Losbude gewonnen
Trostpreis in einem Lokal
Und dann lästig geworden
Warst du Teil einer Fracht
Aus einem fernen Land
Gabs dich vieltausendfach
In Kartons verpackt?

Roter Teddybär
Wie kommst du hierher?

Wars du billiges Geschenk
Für kleines Kinderglück
Gab dir jemand einen Namen
Hat dich in den Arm genommen?
Billig siehst du aus
Fast wie für umsonst
Wer hat dich wie gemacht
Wem hast du was gebracht?

Roter Teddybär
Wie kamst du hierher?


TAG AM STRAND

Komm, wir fahren an den Strand
Laufen Barfuß übern Sand
Grüßen schweigend manchen Pott
Auf kleiner oder großer Fahrt
Und dann, in einem Strandcafe
Schauen wir uns das Defilee
Der Fischerboote an
Vergessen ist nicht schwer
An einem solchen Tag am Meer

Gekreische, Gelärme, Möwenschwärme
Brandung und Winde, Musik der Meere
Windböen, die sich darin üben
Ausgewachsene Stürme zu werden
Heute denken wir mal nicht darüber nach
Wieviel Dreck so ein Jumbo macht
Der durch die Wasser pflügt
Oder durch die Lüfte fliegt
Vergessen ist nicht schwer
An einem solchen Tag am Meer

Reiter am Strand in der Abendglut
Geister steigen auf im Horizont
Strandwanderer sehen ihnen nach
Lauschen den Gesängen auch
Lieder am Strand, hocken im Sand
Gitarrengeklimper, Sehnsuchtsgesang
Muschschalen knacken unter Sohlen
Strandfeuer flackern in Sandburgen
Vergessen ist nicht schwer
An einem solchen Tag am Meer

Windverfangener Hafen in der Bucht
Leuchtfeuer kreisen durch die Nacht
Klirren und Klappern wankender Masten
Blinken und Blaken schaukelnder Lampen
Schiffsfriedhöfe am Meeresgrund
Schattenreiche und Weltkriegsschrott
Wogende Wasser, Sturmgebraus
Rauschende Flutgewalt
Vergessen ist nicht schwer
An einem solchen Tag am Meer





Alle Texte: Hans Keller / Alle Rechte vorbehalten

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